Prozessbeobachtung

Die Planungsgruppe der 3. Internationalen Tagung des Projekts „Frauen und Reformation hat drei Prozessbeobachter_innen eingeladen und gebeten an der Tagung mitzuarbeiten. Ziel war es, einen „Blick von außen“ zu erhalten. Die Gruppe beobachtete und spiegelte den Gesamtablauf der Tagung. Während der Thementische dokumentierten sie jeweils einzeln das Geschehen, hielten wesentliche Gesprächspunkte fest, strukturierten diese und berichteten darüber dann im Plenum des jeweiligen Thementischs bzw. stellten ihre Beobachtungen zur Diskussion.

Am Ende der Tagung brachte die Gruppe der Prozessbeobachter_innen dann ein circa halbseitiges Resümee über den Gesamtablaufs in die Abschlussdiskussion des Gesamtplenums ein, das hier folgt:

„Freiheit, Verantwortung, Politik, mit diesen drei Themen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung an Thementischen. Nach zwei kurzen Impulsen wurde die Tischrunde geöffnet und jede und jeder hatte die Möglichkeit, mitzudiskutieren. Bei den gut besuchten Tischen war die Diskussionszeit zu kurz bemessen, hingegen hätte der Tisch zum Thema Verantwortung von mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmern profitiert. Neue Perspektiven wurden kaum eröffnet.

Besonders spannend fanden wir es als mitteleuropäische Prozessbeobachter_innen, mehr aus dem osteuropäischen Kontext zu erfahren, vor allem die Zusammenhänge zwischen Reformationsgeschichte und politischem Handeln. Dies wurde besonders deutlich beim Programmpunkt „Gemischtes Doppel“ der Hoffnungsträger_Innen.

Die Einstiegsrunde ermöglichte eine Rückbesinnung und Auseinandersetzung mit der eigenen protestantischen Identität und deren Prägung. Nicht nur dort, sondern auch bei allen anderen Programmpunkten – dem Vortrag von Oberkirchenrätin Ingrid Bachler, den Thementischen, den gemischten Doppeln – wurde deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte, sei es die individuelle oder die kollektive, Türen in die Zukunft öffnet“.

Die Prozessbeobachter_innen Clarissa Breu (Evangelisch-Theologische Fakultät, Universität Wien), Stefan Fleischner-Janits (Evangelischer Pressedienst für Österreich) und Gerda Pfandl (Evangelische Hochschulgemeinde, Wien)

Aus dem Plenum kamen folgende Fragen/Kommentare:
„Welchen Begriff von Mitteleuropa habt ihr verwendet? - Dieser Begriff sollte überdacht werden“
(Zustimmung zu diesem Kommentar seitens der anderen Teilnehmer_innen)

„Wir müssen kleine Schritte gehen. Warum wurde das negativ bewertet?“
[Die Prozessbeobachter_innen waren allerdings nicht beim Open-Space dabei - Anm. d. Red.].